Emanuela Annoni
"More than in any other vocation, being an artist means always starting from nothing."
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Years
Illustration
Positiver Expressionismus
- Wiedererweckung und Stärkung eines positiven Bewusstseins im Kollektiv durch Erkennen, Akzeptieren und Integrieren positiver geistiger Werte in Form von zukunftsweisenden, konstruktiven Visionen auf der Basis von Hoffnung und Vertrauen.
- Ängste, Wut und Frustration nicht als letztes Ergebnis künstlerischen Handelns im Werk zu offenbaren, sondern die Negativität gezielt durch den künstlerischen Akt in ein positives Resultat zu verwandeln. Der Akt der Schöpfung selbst ist als Medium der Transformation zu begreifen, an deren Ende sich Dunkelheit in Licht gewandelt hat. Und dieses Licht offenbart sich als letztes Ergebnis im Werk des Künstlers. Dieses Licht steht im Zentrum des Positiven Expressionismus.
- Veränderung der Anschauung, Positivität sei gleichzusetzen mit Naivität, Einfalt und Oberflächlichkeit. Naivität ist ein Geistezustand, der auf Unwissenheit beruht. Das Individuum steht noch im Licht, doch schon am Anfang eines unbekannten, dunklen Tunnels. Negativität nährt sich aus der Dunkelheit inmitten dieses Tunnels. Positivität hingegen nährt sich vom Licht an dessen Ende. Positivität ist damit erwachsen gewordene Naivität, die Verbindung von Ratio und Unschuld, von Wissen und Staunen, von Erfahrung und Unvoreingenommenheit.
- Die eigentliche Wertigkeit des Positiven in den Vordergrund zu rücken und damit den Wert der Positivität am Kunstmarkt zu rehabilitieren.
- Kunst nicht ausschließlich als die Verarbeitung eigener Ängste zu verstehen, sondern vorwiegend als Instrument der Verbreitung eines neuen positiven Erwachens. In erster Linie geht es um das Erwachen einer neuen Bewegung, einer neuen Ausrichtung, einer neuen Perspektive, die nicht trennend, sondern vereinend wirkt. Die Kunst gelangt damit auf die nächste Verwirklichungsebene, dient nicht mehr nur alleine dem individuellen Ausdruck, sondern schafft darüber hinaus überpersönliches Terrain, baut geistige Brücken zum kollektiven Ur-Grund, in welchem alle Individuen wurzeln.
- Positiver Expressionismus ist nicht an Stilmerkmalen oder der Einhaltung technischer Vorgaben zu erkennen, sondern an seiner geistigen Haltung, seiner Botschaft, seiner neuen Stellungnahme gegenüber dieser Welt. Vorgabe ist alleine das Ideal, ein Kunstwerk zu schaffen, dessen Aussage im Betrachter positive Energien induziert und damit sein latentes Potenzial an Positivität zum Leben erweckt.
- Positiver Expressionismus ist eine Verbindung von antiker und innovativer Weltanschauung. Er erwächst aus dem Versuch, mit der Haltung des Avantgarde-Prozesses wieder zurück zur Natur zu gelangen, zu den Wurzeln des Seins. Darum ist es kein “Zurück zum Ursprung”, sondern ein “Vorwärts zum Ursprung”. Es ist das Interesse an Fortschritt im geistigen Sinn, beseelt vom Verlangen nach positiver Veränderung, auf der Grundlage von Rekombination oder neuer Anwendung bereits vorhandener Ideen. Das Alte wird durch das Neue bereichert, verändert, wiederverwertet. Es kehrt letztlich in gereifter Form zu sich selbst zurück